Baguette wie in Frankreich

Was gibt es schöneres als frisches Baguette am morgen? Genau! Nichts! Und deshalb möchte ich gerne mein Rezept mit euch teilen.

Ihr braucht:

500 g Weizenmehl Type 550 oder Dinkelmehl Type 630

1 Päckchen Trockenhefe

10 g Salz

320 ml lauwarmes Wasser

Und so wird’s gemacht:

Alle trockenen Zutaten werden in eine Schüssel gegeben und mitdem Wasser aufgegossen und mit einem Löffel verrührt, bis die Masse gut gebunden ist. Mit den Händen wird weiter geknetet, bis ihr einen richtig schönen Teigklumpen habt.

Dann darf der Teig gerne eine Stunde an einem warem Ort ruhen.

Nach dem Ruhen schabt ihr den Teig vorsichtig aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche. Bitte nicht nochmal kneten, sonst wird das Baguette nicht so schön fluffig.

Den Teig formt ihr jetzt vorsichtig in eine längliche Form und teilt ihn dann in drei kleinere Teile.

Jedes dieser Teile zieht ihr jetzt in die Länge. Ich halte den Teig an seinen Enden, ziehe langsam und mache dabei leichte schwingende Bewegungen, ähnlich wie beim Springseilspringen.

Sobald ich sie in die gewünschte länge gezogen habe lege ich sie auf ein Blech und lasse sie nochmal 15 Minuten ruhen.

Den Backofen auf 230°C Umluft und stelle auf die unterste Schiene ein tiefes Backblech mit ca. 1 Liter Wasser, damit die Baguette eine schöne Kruste bekommen.

Nach den 15 Minuten dampft es schön im Ofen und eure Baguette können jetzt für 20 Minuten gebacken werden.

Nach dem Backen kurz auf einem Rost oder Gitter abkühlen lassen und dann genießen.

Am liebsten esse ich mein Baguette mit veganem Mett. Dafür ist allerdings immer der Gemahl zuständig 😉

Ach ja! Man kann sie nächsten Tag noch mal richtig gut aufbacken. Das Baguette an der Oberseite einfach mit ein bisschen Wasser anfeuchten und bei ca. 200°C für ca. 10 Minuten in den Ofen. Bitte dabei aufpassen, dass nichts zu dunkel wird.

#Projekt gesünder leben Update 1

Ich wünschte ich könnte berichten, dass es richtig gut läuft. Dass ich gut drauf bin, mich genügend bewege und ich vernünftige Dinge esse.

Ist eher nicht so. Ich bin zwar motiviert und habe sogar eine Möglichkeit gefunden, wie ich morgens Yoga Einheiten einlegen kann. Morgens Sport zu machen hat sich für mich immer am besten bewährt, ich bin dann zwar müde, aber nicht so schrecklich kaputt, wie am Nachmittag.

Aber ich bin so müde, dass ich gerade mal eine halbe Stunde hinbekomme. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht ausreichend ist. Ja, gut ich mache überhaupt schon mla was, das sah vor ein paar Wochen auch noch ganz anders aus.

Aber ich denke, ich muss meinen Trainingsplan doch noch einmal überarbeiten und evtl. noch ein paar andere Sportarten mit einbauen.

Cardio ist ja nie verkehrt, vor allem, wenn man gerne ein oder zwei Pfündchen los werden möchte.

BIs jetzt ist es so, dass ich an 4 Tagen pro Woche geführte Yogaeinheiten mache. Es ist also durchaus noch Luft für Cardio und ein wenig Muskelaufbautraining. Vor allem für meine Coremuskulatur muss ich dringend was machen. Mein Rücken scheint nämlich gerade einen Krieg gegen mich zu führen und straft mich mit fiesen Verspannungen. Morgens stehe auf und bin steif wie ein Brett, nach dem Yoga geht es dann eigentlich wieder, aber um so mehr Zeit des Tages vergangen ist, umso gemeiner werden die Verspannungen wieder.

Was meine Ernährung betrifft muss ich echt noch an mir arbeiten. Mehr Obst und Gemüse, mehr Proteine und weniger Süßkram. Da werde ich mich am Wochenende mit meinem Mann zusammensetzen und mich beratschlagen, wie wir das besser machen können.

Tja, mehr gibt es momentan auch nicht zu berichten. Ich werde mich jetzt an daran machen meinen Trainingsplan zu optimieren und hoffe, dass mein nächstes Update etwas positiver ist.

3…2…1 START

Mein Trainingsplan steht. Ideen für kleine schnelle Gerichte fürs Mittagessen habe ich auch. Meine Ziele sind ganz klar definiert. Was hält mich also davon ab durchzustarten?

Die Antwort lautet: Motivation. Ich bin total unmotiviert und merke wie sich in mir wieder eine gewisse Resignation breit macht. Und es nervt. Es nervt mich gerade einfach alles. Meine knackende Leiste nervt, meine Rückenschmerzen nerven, meine Müdigkeit nervt, mein Aussehen nervt und es nervt mich, dass ich trotz dessen meinen Hinter einfach nicht hoch bekomme.

Ich weiß, dass ziemlich viel mit meiner depressiven Erkrankung zu tun hat. Ich weiß auch, dass es mir mit mehr Bewegung und besserem Essen viel besser gehen würde.

Und jetzt reicht es mir einfach! Ich habe letzte Woche schon ganz langsam mal gestartet und getestet, wie viel Zeit ich mir nehmen kann, ohne dass mein Sohn quakig wird.

Ich habe beschlossen, dass es ab morgen ernst wird. Der 12. 04. 2021 ist der Start meines gesünder Leben Projekt.

So sehe ich aktuell aus und das soll sich durch gesündere Ernährung und mehr Bewegung jetzt ändern. Aber gehen wir doch mal genauer auf meine „Problemzonen“ ein.

  1. Viel zu weiche Bauchmuskulatur
  2. Schwache Rückenmuskulatur und daraus resultierende Rückenschmerzen
  3. Dauer verspannte Nackenmuskulatur
  4. Verkürzter Quadriceps in beiden Beinen
  5. Verkürzte Wadenmuskulatur
  6. Verkürzter Hüftbeuger
  7. Keine Kraft in den Armen
  8. Ständige Müdigkeit
  9. So wie diverse kleine Pölsterchen, die mich noch davon abhalten in meine Lieblingshosen zu passen.

Es geht also wirklich hauptsächlich darum Muskulatur aufzubauen und nebenbei ein bisschen Fett abzubauen. Immerhin möchte ich ja auch von einer schönen und definierten Muskulatur auch was sehen.

In vier Wochen plane ich ein den ersten Vergleich zu machen und zwischen durch, werde ich immer mal ein wenig darüber berichten, wie es gerade läuft.

Also ran an den Speck! ( Hö hö hö)

Leben ist das was passiert, während man andere Pläne hat…

… oder so ähnlich. Als ich vor gut einer Woche super motiviert an meinen Plänen für mehr Lebensqualität bastelte und eigentlich auch gleich loslegen wollte, kam mein alter Bekannter namens depressive Verstimmung zu besuch. Zum Glück bekam ich die Sache schnell in den Griff, bevor aus einer Verstimmung wieder eine depressive Episode werden konnte.

Aber gut, diese Sache hat mich eine Woche gekostet und ich bin immer noch total kaputt, aber es nützt auch nichts jetzt weiter rum zu gammeln und sich in Elend zu suhlen. Also habe ich meinen Popo aus meinem Sessel gehievt und in auf die Yogamatte verfrachtet.

Es gab zwar „nur“ eine Yin Yoga Einheit von ca. einer halben Stunde, aber Bewegung ist in dem Fall Bewegung. Ich habe mich richtig schön gedehnt, gestreckt und entspannt.

Zu einem meiner Ziele gehört eine Vorwärtsbeuge machen zu können, ohne dabei den Rücken zu runden und die Beine zu beugen. Um einen Vorschritt sehen zu können, finde ich ist es am einfachsten Bilder zu machen. Also habe ich mich so weit es ging nach vorne gebeugt und der Gemahl hat ein paar Fotos gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Ja, und sieht das dann aus. Hätte ich meine Beine nicht angewinkelt würde ich lediglich im 90° Winkel sitzen. Vom Gemahl wurde ich auch gleich geärgert, in dem er mich lange anguckte und irgendwann fragte, ob ich mich denn jetzt endlich mal nach vorne beugen würde. Deshalb auch dieser Gesichtsausdruck.

Und so sieht das ganze dann stehend aus. Beides recht kümmerlich, wie ich finde. Aber es kann jetzt nur besser werden. Also, hoffe ich.

Jetzt werde ich noch ein wenig daran arbeiten, meinen Yoga Plan ansprecht zu illustrieren und diesen beim nächsten Post mit euch zu teilen.

Ziele für mehr Lebensqualität

In den letzten zwei Wochen war einiges los bei mir. Mein Sohn bekommt einen neuen Zahn und ist super anhänglich und wir hatten einen ganzen Haufen Termine, die teilweise echt anstrengend waren. Aus dem Grund konnte ich leider nicht so viel Energie in den Blog und Instagram stecken, wie ich eigentlich wollte. Aber nun denn…

Trotzdem habe ich es geschafft, mir irgendwie meine kleinen Pausen zu nehmen und mir ein paar ruhige Momente zu gönnen. Sei es in der Küche oder aber auf der Yogamatte, auf der ich letzten Montag ein sehr tolles Erlebnis hatte.

Ich hatte mich zu einem Gratis Online Kurs angemeldet und war überrascht, wie dynamisch und fordern und gleichzeitig erholend diese Stunde war.

Seit langem überlege ich schon, wie ich mit Hilfe von Yoga und der richtigen Ernährung endlich wieder zu meiner Präschwangerschaftsfigur kommen könnte und fand, dass diese sehr dynamische Form des Yoga genau das ist, was ich schon länger gesucht habe.

Diese eine Stunde hat mich inspiriert, mein eigenes Workout zusammen zu stellen und Asanas so zu variieren, dass sie schweißtreibend und kräftigend sind und mich hoffentlich an das erste meiner Ziele bringen.

Mein zweites Ziel ist es eine richtige Vorwärtsbeuge machen zu können. Also mit getreckten Beinen und geradem Rücken, ohne dabei schmerzen zu spüren.

Und wo wir gerade bei Schmerzen sind: Das wäre dann mein drittes Ziel. Ich möchte keine Rücken und Gelenkschmerzen mehr haben.

Jetzt kommt nur das Problem, dass ich sehr schnell frustriere, wenn ich keine Fortschritte sehe und deshalb, werde ich in drei Monaten schauen, wie gut ich voran gekommen bin. Innerhalb dieser drei Monate werde ich beobachten, wie sich mein Körpergefühl verändert und welche Auswirkungen es sonst noch auf mich hat.

Auch das Thema Ernährung hat mich wieder viel beschäftigt und sein wir mal ehrlich, es nützt nichts, sich zu bewegen, wenn man sich danach mit den „falschen“ Lebensmitteln vollstopft. Ich gehöre leider zu den Menschen, die gerne Kohlenhydrate in Form von Zucker und fettiges futtern. Also musste auch dafür eine Lösung gefunden werden.

Und die heißt, dass es keine Verbote gibt, sondern stattdessen Dinge wie Schokolade langsam und achtsam gegessen werden sollen. So wird der Genuss zu etwas Besonderem. Ich hoffe sehr, dass meine Rechnung in dem Fall aufgeht und ich mich selbst damit austricksen kann.

Durch die Ernährungsumstellung, wird es dann auch wieder viele neue Rezepte geben. Es ist also eine echte Win-Win-Situation. Hoffe ich…

Auf jeden Fall geht es Morgen, nachdem ich heute noch über meinem Plan gebrütet habe ganz ernsthaft los und ich bin (noch) top motiviert!

Darfst du das essen?

Diese Frage kennt jeder, der vegan lebt. Und jedes mal löst diese Frage ein Augenrollen bei mir aus. Erstmal vorweg: Ich darf ALLES! essen. Ich WILL! aber nicht alles essen. Das ist ein sehr großer Unterschied.

Als ich damals mit dem Gemahl zusammen kam und es in meinen erweiterten Bekanntenkreis durchdrang, dass mein neuer Freund ein Veganer ist und ich ebenfalls veganes Essen esse, wenn wir zusammen sind wurde ich angeguckt, als wäre ich von allen guten Geistern verlassen. Ich schien mich an dem Rand zur Perversion zu bewegen, bei so viel „Iiihh“ und „Das ist doch wohl nicht dein Ernst?!“ Aussagen, wie da kamen. Die kamen übrigens auch aus dem engeren familiären Umfeld. Aber darum soll es hier nicht gehen.

Eine Bekannte fing an Fragen zu stellen und ich werde die Unterhaltung mal so wiedergeben, wie sie mir in Erinnerung geblieben ist.

Bekannte: „Esst ihr gar kein Fleisch?“

Ich: „Nein.“

Bekannte: „Auch keine Wurst?“

Ich: „Nicht, wenn die Fleisch enthält“

Bekannte: „Aber Käse esst ihr doch, oder?“

Ich: „Nein, das ist ja ein Milchprodukt und somit tierischen Ursprungs.“

Bekannte: „Was? Also auch keinen Joghurt?“

Ich: „Nein.“

Bekannte: „Und was ist mit Eiern?“

Ich: „Nein. Auch Eier sind tierischen Ursprungs und somit nicht vegan.“

Bekannte: „Nicht mal Eier?“

Ich: „Nein, nicht mal Eier. Und bevor du fragst: Honig essen wir auch nicht.“

Bekannte: „Keinen Honig? Und keine Milchprodukte und keine Wurst? Aber was esst ihr denn dann?“

Ich: „Eiswürfel. Wir lutschen Eiswürfel.“

Ich habe das natürlich nicht so stehen lassen und ihr erklärt, dass wir eben alles andere essen. Nur konnte sie sich leider nicht so viel darunter vorstellen. Da wurde mir erst mal richtig klar, dass wir uns, innerhalb unserer Gesellschaft, einfach überhaupt nicht mit unserer Nahrung auseinandersetzen, sondern alles als gegeben hinnehmen.

Auch so Aussagen wie „Ich könnte das ja nicht.“, oder „Ich würde/habe noch nie etwas veganes gegessen.“ zeugen davon, wie unwissend wir doch alle sind. Ich will mich da auch gar nicht rausnehmen. Ich habe mir ja auch keine Gedanken darüber gemacht, was ich esse, bevor ich mit einem vegan lebenden Menschen zusammenkam.

Aber nicht zu wissen, dass jedes Gemüse und jede Kartoffel erstmal vegan ist, bevor wir es in eine Soße aus ausgekochten Karkassen, was übrigens auch nur ein schöneres Wort für Gerippe ist (https://www.dwds.de/wb/Karkasse), tunken, sollte eigentlich klar sein. Somit, ist diese Aussage, dass jemand niemals etwas veganes essen würde, einfach nur super unreflektiert.

Wenn mir jemand sagt, dass veganes Essen gar nicht schmecken kann und mit einer vermeintlichen Erklärung kommt, dass es weder genießbar ist, noch satt macht, und eben deshalb auch gar nicht erst gegessen wird, dem sage ich dann gerne, dass ab sofort Pommes mit Ketchup tabu sind. Oh, und Nudeln mit Tomatensoße sind dann auch raus. Und von Oreos werden zukünftig auch die Flossen gelassen. Schließlich sind die ja ungenießbar. Und Falafel gibt es auch nie wieder!

Ein ehemaliger Kollege, fragte mich tatsächlich mal, ob ich Brot essen dürfte… Was denken Menschen denn eigentlich, was in Brot enthalten sein könnte? Das Brot bis auf wenige Sorten in der Regel vegan ist, war sogar mir klar, bevor ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Das war ein absoluter Augenrollmoment. Eigentlich ging es bei der Frage wohl auch nur darum mich zu nerven. Dieser Kollege und ich waren uns nämlich nicht sonderlich grün.

Fest steht, dass sich kaum noch einer mit seinem Essen auseinandersetzt und wirklich weiß, was da auf dem Teller liegt. Hauptsache Hack für ein paar Cent das Pfund und dazu eine Soße, die nur aus Wasser und einem ominösen Pulver aus eine Tüte zusammen gerührt wurde. Aber wenn ein vegan lebender Mensch ein Stück Tofu anbrät und sich einen Schluck Mandelmilch (Ja, ich weiß, dass es Milch genannt werden darf, wegen Irreführung, aber solange Scheuermilch, Sonnenmilch und Hautmilch das Wort Milch enthalten, weigere ich mich schlicht eine pflanzliche Alternative als etwas anderes zu bezeichnen als Milch!), gönnt, ist das eklig, weil das ja alles voll Chemie und niemand weiß, was da so alles drin ist.

Ja genau, ist klar…

Ich könnte jetzt wirklich noch lange darüber schreiben, was für merkwürdige Aussagen ich schon zu hören bekam, aber das wäre dann doch zu viel.

Was mich allerdings wirklich fassungslos an der Sache macht ist, ich wiederhole mich jetzt noch einmal, ist einfach die Tatsache, dass die meisten Menschen einfach überhaupt keine Ahnung davon haben, woraus ihr Essen besteht. Man geht in den Supermarkt, greift in die Kühltheke holt da was raus auf dem appetitliche Serviervorschläge abgebildet sind und dann wird gefuttert.

Es ist aber nicht nur Unwissenheit, es gibt auch Menschen, die wissen, wie Massentierhaltung aussieht, aber die Umstände ignorieren, weil Ignoranz so viel bequemer ist, als sich damit auseinanderzusetzen. Hier ein Beispiel: Einen Tag nachdem ich Earthlings gesehen hatte, sprach ich mit einer damaligen Freundin drüber, weil ich wusste, dass sie den Film auch gesehen hatte. Ich sagte ihr auch, dass es mir wohl nicht mehr möglich ist, ohne schlechtem Gewissen weiter Fleisch zu essen. Sie lächelte verständnisvoll und sagte dann, dass es ihr anfangs auch so ging, aber wenn ich nicht so viel drüber nachdenke, ist es mir in ca. zwei Wochen egal und ich esse wieder fröhlich mein Schinkenbrot.

Ich war ziemlich entsetzt von dieser Aussage und fragte mich, wie man so unempathisch sein kann. Ich sagte ihr auch, dass ich mit meinem Wissen vielleicht gar kein Fleisch mehr essen möchte, um eben die Fleischindustrie nicht weiter zu unterstützen. Da wurde sie doch tatsächlich ein bisschen sauer. Ich soll jetzt mal entspannt bleiben, schließ wurde Earthlings ja in Amerika gedreht und hat so rein gar nichts mit der deutschen Fleischindustrie zu tun.

Oh, sweet summer child… Man kann sich auch echt alles schön reden, um seine Komfortzone nicht verlassen zu müssen. Und ich denke, dass ist, neben der Unaufgeklärtheit, das größte Problem. Und leider bemerke ich immer wieder, dass sobald man versucht aufzuklären, dann immer irgendwelchen fadenscheinigen Argumente ausgepackt werden, um seine Komfortzone nicht verlassen zu müssen.

Um aber mal wieder zum Kern zurück zu kommen und auch zum Ende: Ich darf alles essen. Ich will es aber einfach nicht!

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr mit dieser Ignoranz um? Und wie versucht ihr aufzuklären? Schreibt mir doch gerne einen Kommentar dazu!

Tomatenaufstrich

Ich habe schon länger überlegt, Aufstriche selbst zu machen. So schwer kann das ja schließlich nicht sein. Und da ich am Wochenende einen Anflug von Motivation hatte, habe ich doch am Montag direkt mal losgelegt.

Ihr braucht:

50 g Sonnenblumenkerne + 100 ml kochendes Wasser

200 g Tomatenmark

250 g getrocknete Tomaten in Öl

Einen „Busch“ Basilikum. (Die Dinger die es im Supermarkt in den kleinen Töpfen gibt)

200 ml Wasser

4 TL getrockneten Oregano

4 EL Agavendicksaft

Salz

Olivenöl

Und so wird es gemacht:

Die Sonnenblumenkerne mit dem kochenden Wasser übergießen und 5 Minuten einweichen. Danach pürieren, den Basilikum dazugeben und noch einmal weiter pürieren.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Tomatenmark darin auf mittlerer Hitze schön rösten. Die getrockneten Tomaten abgießen und so klein wie möglich schneiden. Ich habe einen Foodprocessor verwendet, es sollte aber auch mit einem Mixer funktionieren. Die Tomaten zu dem Tomatenmark geben und gut unterrühren.

Dann kommt die Sonnenblumenkerne-Basilikum-Mischung zu den Tomaten geben und mit dem Wasser Schluck für Schluck verrühren. Zum Schluss dann nur noch mit dem Oregano und dem Agavendicksaft würzen und mit Salz abschmecken.

Solange der Aufstrich noch heiß ist, in kleine saubere Gläser füllen und auf den Kopf stellen oder in kleine Weckgläser füllen und ab damit in den Kühlschrank.

Fertig ist der fruchtige Tomatenaufstrich. War doch ganz simpel. Und ab sofort wird das nur noch so gemacht. Ich freue mich schon richtig darauf, noch weitere Variationen auszuprobieren.

Selbstfürsorge… Was ist das?

Heute gibt es mal einen Beitrag der anderen Art. Es geht nicht um Rezepte und nur im weitesten Sinne um vegane Ernährung. Dafür werde ich ein bisschen auf Yoga und andere Dinge, die ich damit verbinde eingehen. Das sollte hier ja auch Thema werden, nur hatte ich die ganze Zeit keine wirkliche Idee, wie ich das mit einbinden konnte.

Erstmal ein bisschen was vorweg: 2013 wurde mir eine depressive Erkrankung diagnostiziert, die mich immer mal wieder einholt. Die Auslöser können ganz unterschiedlich sein. Meistens gibt es mehrere Auslöser und es braucht dann nur einen Tropfen, der dann eben mein Fass überlaufen lässt.

Um zu verhindern, dass eben das passiert, ist es wichtig, dass ich mich gut um mich kümmere. Es ist übrigens für jeden wichtig, gut und liebevoll mit sich selbst um zugehen.

Die letzten paar Wochen waren echt anstrengend. Mein Sohn bekam neue Zähne, hatte Entwicklungsschübe und hatte seinen ersten Geburtstag. Damit kam ein totaler Frustrationsschub bei mir. Mir wurde klar, dass ich alles was ich gerne mit meinem jetzt nicht mehr Baby gemacht hätte, wegen der Pandemie nicht machen konnte.

Darüber bin ich wütend und traurig. Allerdings wurde mir aber auch was anderes klar: Ich habe mich im letzten Jahr nicht wirklich um mich gekümmert. Klar, ist das schwierig, wenn man ein kleines Kind hat, dass bespaßt und betüddelt werden möchte. Da irgendwie Zeit zu finden, etwas zu machen, dass einem irgendwie Ruhe und Ausgeglichenheit verschafft.

Ein paar mal pro Woche in die Badewanne und etwas lesen ist zwar schön und gut, aber ändert nichts daran, dass ich mich total unausgeglichen fühle. Also muss jetzt was geändert werden, bevor mein mentales Fass wieder überläuft.

Es gibt da verschiedene Dinge die ich tun möchte. Zum einen möchte ich regelmäßig Yoga machen und meinen Alltag wieder etwas achtsamer gestalten. Und zum anderen, und das fällt mir tatsächlich noch schwerer als mich zu bewegen, möchte ich regelmäßig und gesünder essen. Ich neige eher dazu eher Junkfood in mich reinzuschaufeln, anstatt leckere und gesunde Gerichte zu genießen.

Aber wie soll ich das umsetzen? Erstmal klingen meine Ideen für mich immer ganz gut und ich super motiviert. Dann merke ich aber, dass ich mich mit meinem Drang selber unter Druck setze und resigniere sofort wieder.

Und hier werde ich dieses mal ansetzen! Der Druck muss weg! Selbstfürsorge sollte niemals etwas mit Druck zu tun haben. Wenn ich sage, ich möchte regelmäßig Yoga und Achtsamkeit praktizieren, dann heißt das nicht, dass ich täglich eine gewisse Zeit damit verbringen muss.

Wenn es mal nicht klappt, weil mein Sohn sehr fordernd ist, oder ich zu müde bin, um mich körperlich zu betätigen, dann ist das ok, wenn ich mich in meinen Sessel kuschle und ein paar Episoden einer Serie gucke oder etwas lese. Das ist auch Selbstfürsorge.

Natürlich verfolge ich mit mehr Yoga auch einen anderen Zweck. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, es ginge mir nur um mehr Gelassenheit.

Ich möchte gerne meine alte Körperform zurück haben. Ich habe durch die Schwangerschaft und im vergangenen Jahr so an Muskelmasse abgebaut, dass ich mich ganz weich anfühle und mich nicht mehr wohl in meiner Haut fühle. Ich möchte auch gerne meine Lieblingshosen tragen, die mir aktuell noch ein bisschen zu eng sind.

Auch das ist Selbstfürsorge. Wie heißt es so schön: Ein gesunder Geist, wohnt in einem gesunden Körper.

Und deswegen heißt es ab sofort, dass jetzt nur noch Dinge gemacht werden, die mir gut tun. Es gibt so viel, dass ich für mich machen kann und meinen Sohn mit einbinden kann.

Ach ja, gesund essen heißt nicht, dass ich auf die ein oder andere Nascherei, oder Pommes verzichten muss. Verzicht löst nur Unzufriedenheit aus. Wichtiger ist es dann doch wieder zu lernen Solche Dinge zu genießen und als etwas Besonderes zu betrachten.

Ich werde hier immer mal wieder eine Updates posten, aber viel davon wird hier https://www.instagram.com/pudding_am_stiel/ passieren.

Rosinenbrötchen

Neulich Abend bekam ich plötzlich Lust auf Rosinenbrötchen und erzählte dem Gemahl davon und löste auch bei ihm Appetit darauf aus. Mir bleib also nicht viel anderes übrig, als die kleinen Scheißerchen zu backen. Auch das ist wieder ein sehr einfaches Rezept.

Was ihr braucht:

1 reife Banane

500 g Dinkelmehl

1 TL Salz

1 Pck Trockenhefe

200 ml Wasser

50 g vegane Butter (Bsp. Alsan) alternativ Margarine

200 g Rosinen

Und wird’s gemacht:

Die Banane ordentlich zerdrücken. Die Butteralternative sollte gerne sehr weich bis flüssig sein. Ich habe sie in der Mikrowelle geschmolzen, aber Vorsicht! sie darf nicht kochen, sonst geht die Hefe kaputt!

Ihr gebt jetzt einfach die trockenen (bis auf die Rosinen) Zutaten zu den nassen und rührt und knetet euch einen schönen Teig.

KITCHENHACK! wendet die Rosinen vor dem verarbeiten in Mehl, dann haften sie besser im Teig und kommen so nicht an die Oberfläche der Brötchen.

Jetzt die Rosinen dazu geben und den Teig ca. 1 Stunde gehen lassen. Dann den Teig nochmals durchkneten und zu einer Rolle formen und diese in 16 Stücke teilen und die Brötchen formen.

Die Brötchen müssen dann weitere 15 Minuten abgedeckt gehen und können danach bei in den auf 200°C (Umluft) vorgeheizten Ofen für ca. 15 Minuten. Sobald sie gold-braun sind, sind sie fertig. Jetzt nur noch ein bisschen abkühlen lassen und noch warm servieren!

Warum müssen Veganer immer alles nachbauen?

„Ich habe neulich ein richtig tolles Rezept für super leckere Kohlrabischnitzel entdeckt.“

„Wenn das Kohlrabi ist, warum nennst du das Schnitzel? Da ist doch kein Fleisch drin oder dran, also ist es kein Schnitzel!“

Was antwortet man da? Auf jeden Fall atmet man erst einmal tief ein und wieder aus, um nicht direkt loszubrüllen, ob das Gegenüber mit Absicht super nervige Fragen, stellt ein notorischer Besserwisser ist, der auf Provokation aus ist, oder was eigentlich das Problem ist?

Nun, ich habe da mal eine Antwort für alle, die diesen impertinenten Klugscheißern den Wind aus den Segeln nehmen wollen.

Das Zauberwort heißt Etymologie, also die Wissenschaft von der Herkunft und Geschichte eines Wortes und seiner Bedeutung.

Das Wort Schnitzel leitet sich nämlich von dem Mittelhochdeutschen Wort Sniz ab, was nichts anderes als etwas geschnittenes bedeutet. HA! (Unten habe ich einen Link dazu.)

Und wo wir schon dabei sind, können wir auch gleich mal das mit der Wurst klären. Eine Wurst ist nicht zwangsläufig ein mit mit Fleisch gefüllter Darm, sondern eben auch Dinge, die dieser äußerlich ähnlich sind. Dazu gibt es unten auch einen Link. Es ist völlig legitim einen Brotteig zu einer Wurst zu rollen, die Kackwurst ist auch sehr geläufig, aber wehe jemand haut sich eine Seitanwurst auf den Grill, dann ist das Geschreie der Fleischfanatiker groß!

Es kommen dann Aussagen wie, das wäre total dämlich, irgendwie eklig und wahrscheinlich voller Chemie, damit das überhaupt so aussieht.

Achtung! Special surprise! Alles! Ist! Chemie! Unsere gesamte Welt unterliegt nicht nur den physikalischen Gesetzen sondern besteht auch aus chemischen Verbindungen. Wasser würde es z.B. gar nicht geben, wenn nicht ein paar Moleküle zusammen spielen würden. Das wird übrigens in der aller ersten Chemiestunde erklärt, aber warum zuhören, braucht man ja doch nie wieder. Nun, hätteste aufgepasst, würdest du nicht mit so einem dummen Argument kommen!

Und nun zum Thema dämlich und eklig. Wie dämlich und vorallem eklig ist es bitte Tier im eigenen Arsch zu essen?

Ok, das war jetzt ein bisschen inkorrekt. Es ist nämlich nicht nur ein Tier, es sind mehrere. Es werden also diverse Tiere getötet, zerhackstückelt und dann in den Arsch eines weiteren toten Tieres gestopft. Yummie!

Und bevor es jetzt heißt, dass eine Wurst oder ein Schnitzel aus Blumenkohl total unnatürlich ist. Euer Schnitzel läuft schon fertig paniert über die Wiese und wartet nur darauf gegessen zu werden, oder was? Da wurde ja überhaupt nichts verarbeitet, damit es so schmeckt und vorallem so aussieht, wie man sich ein Schnitzel eben vorstellt.

„Sojamilch ist keine Milch! Milch kommt nämlich aus dem Euter einer Kuh und nicht von Pflanzen! Das ist voll der Betrug am Kunden“ Bäbäbäbääähhhh!

Scheuermilch ist streng genommen auch keine Milch und NIEMAND käme auf die Idee das Zeug zu trinken.

Und was ist mit Hautmilch? Hat da schon mal jemand gefragt, warum das nicht so lecker schmeckt wie es riecht? Nicht das ich wüsste.

Worauf ich hinaus möchte, ist, dass gerade was die Bezeichnung Milch anbelangt, werden da echt unterschiede gemacht. Bei Milch aus Pflanzen wird von Verbrauchertäuschung gesprochen, bei Hautmilch, Sonnenmilch und Scheuermilch aber nicht. Logisch? Nicht wirklich.

Und wo wir gerade dabei sind! Wir vegan lebenden Menschen können diesen nicht unbedingt klugen oder gut durchdachten Fragenkatalog der Omnis, auch stellen.

Warum müssen Omnis denn unbedingt gehekselte Hühner mit diversen Geschmacksverstärkern, Bindemitteln und Gewürzen in die Form von Dinosaueriern pressen? Sollten sie sich nicht endlich damit abfinden, dass die Urzeitechsen seit Millionen Jahren ausgestorben sind. Es ist doch total unnatürlich sich aus toten Tieren andere tote Tiere nachzubauen. Und Irreführung! Und Verbrauchertäuschung!

Und der Mettigel geht klar, solange er aus gewolftem Schwein besteht und nicht aus einer fleischlosen Alternative. In beiden ist übrigens kein Igel enthalten.

Und was ist mit Bärchenwurst? Ist da etwa Bär drin? Nee! Auch da nörgelt niemand rum, schließlich hat man das ja immer schon so gemacht.

Jupp, unsere Vorfahren haben damals Mammut in Säbelzahntigerform gepresst, weil der Nachwuchs ihr Fleisch so viel lieber mochte.

Aber mal im Ernst, bei sowas regt sich niemand auf. Da wird höchstens gesagt, dass es doch ganz niedlich sei und man Kindern damit eine Freude beim Essen machen möchte.

Ist es nicht sogar ziemlich fatal Kindern, Fleisch in fröhlichen und niedlichen Formen anzubieten? Ich finde schon. Es ist doch kein Wunder, dass Menschen unserer Gesellschaft keine Ahnung mehr davon haben, wo ihr Essen eigentlich her kommt. Und wenn es dann auch noch in einer niedlichen Form daher kommt, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich auch niemand mehr Gedanken darüber macht, was genau da eigentlich hinter steckt.

Ich bin wirklich unfassbar genervt von solchen Aussagen. Ich weiß, dass nicht alle Omnis so denken und es gibt genügend, die sich über fleischlose Alternativen freuen. Meine Freunde sind zum Beispiel nicht von der Fraktion, die glauben, sie hätten das Schnitzelmonopol. Man kann mit ihnen auch konstruktiv diskutieren und auf Augenhöhe bleiben. Aber irgendwie scheint dieses Thema doch sehr sensibel zu sein.

Und um die Frage, warum wir immer alles nachbauen müssen, zu beantworten: Wir machen das, weil wir den Geschmack mögen, es aber mit unserem Verständnis von Moral und Ethik nicht vereinbaren können, ein anderes Lebewesen leiden zu lassen, nur für einige Augenblicke Genuss.

https://www.dwds.de/wb/Schnitzel

https://www.dwds.de/wb/Wurst